Maybe Someday – Colleen Hoover 4
in Lesen

Maybe Someday – Colleen Hoover

“Ich fürchte, dass Gefühle der Bereich unseres Lebens sind
über den wir absolut gar keine Kontrolle haben.”
Maybe Someday – Colleen Hoover, S.248

Sydney ist nicht blind und natürlich ist ihr bewusst, wie wahnsinnig attraktiv ihr Nachbar Ridge ist. Vor allem wenn er abends mit seiner Gitarre auf dem Balkon gegenüber sitzt und mit solch einer Leidenschaft Musik macht, dass sie sie in jeder Zelle ihres Körpers zu spüren scheint. Dann hat Sydney das Gefühl, Ridge wirklich zu kennen. Doch auch Ridge hat das Mädchen von gegenüber schon längst entdeckt und zu ihrem Leidwesen auch mitbekommen, dass sich zu seinen Songs Texte ausdenkt und leise mitsingt. Und trotzdem: Das Letzte, was Sydney will, ist, sich in Ridge zu verlieben. Und auch er hat gute Gründe, es nicht zu tun, denn er ist schon seit Jahren mit Maggie zusammen. Sie ist wirklich alles, was er sich nur wünschen könnte. Als Sydney Rige beginnt beim Schreiben seiner Songtexte zu helfen, passiert es und die beiden kommen sich näher als erwatet. Auch wenn sie noch rechtzeitig die Stopptaste gedrückt haben, lässt sich die intensive Anziehung zwischen Syndey und Ridge nicht länger unterdrücken.

Colleen Hoovers Bücher haben da etwas an sich, was sich schwer in Worte fassen lässt. Die Geschichten von #QueenColleen klingen, so auch bei Sidney und Ridge, auf den ersten Blick jedes Mal wie diese Liebesgeschichten, die es in Bücherregalen gibt wie Sand am Meer. Und dann kommt der Twist. Dann der nächste. Und noch einer. Man fliegt durch die Seiten und merkt, dass zwischen ihnen so viel mehr Gehalt und Tiefe stecken, als man je für möglich gehalten hätte.

In Maybe Someday schreibt Colleen Hoover wieder von einer ganz besonderen Liebe voller Hindernisse. Eine Liebe, die einfach nicht sein darf, die aber so rein und wunderbar ist, dass es einem beim Lesen von Seite zu Seite noch mehr das Herz zerbricht. Ridge und Sidney sind erneut diese typischen Hoover-Figuren, die fast zu gut sind, um wahr zu sein. Die selbstlos handeln, um das Richtige für die, die sie lieben, zu tun. Und doch gelingt ihr zusammen mit den kleinen Unperfektheiten eine herzerwärmende Mischung, die es sofort in die Herzen der Leser schafft.

Maybe Someday ist manchmal ein bisschen kitschig, wahnsinnig emotional und bietet genau die richtige Portion Sex. Zusammen mit Hoovers Zwinkern hinter die Dinge meiner Meinung nach die perfekte Mischung für einen Liebesroman.

Ich habe gelacht und ja, manchmal sind auch ein paar Tränen geflossen. Ich hatte Herzklopfen bis zum Anschlag und manchmal hatte ich Angst an der ganzen Wut, Enttäuschung und dem Drang, das Richtige zu tun, zu ersticken. Es ist eine schwierige und herzzereißende Dreiecksgeschichte, in der Maggie leider nicht die unsympathische und nervige Freundin von Ridge ist. Dass man sie auch so gerne mag und sie für ihre Größe bewundert, macht es noch schwieriger. Während des Lesens habe ich mich die ganze Zeit gefragt, wie das Ende wohl aussehen könnte. Niemals hätte ich mit diesem runden und perfekten Ende gerechnet, dass Hoover für Sidney, Ridge und Maggie gefunden hat.

Musik und die Songtexte von Sidney und Ridge sind das Kernstück dieses schönen Romans, weshalb ich euch die Playlist, die ihr hier findet, sehr ans Herz lege. Autorin Coleen Hoover hat diese gemeinsam mit Musiker Griffin Peterson entwickelt. Und die Songs, die nur für Maybe Someday geschrieben wurden, runden das Buch mit allen Sinnen perfekt ab.

Autorin: Colleen Hoover | Titel: Maybe Someday | Liebesroman | dtv | ISBN 978-3-423740180 | 18. März 2016 | Taschenbuch mit Klappenbroschur | 423 Seiten

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