Psychische Erkrankungen in Die tausend Teile meines Herzens – Colleen Hoover | Blogtour & Gewinnspiel 1
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Psychische Erkrankungen in Die tausend Teile meines Herzens – Colleen Hoover | Blogtour & Gewinnspiel

Ob nun Sophie Kinsellas Schau mir in die Augen, Audrey (2015), John Greens Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken (2017) oder Ava Reeds im kommenden Jahr erscheinender neuer Roman Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen (Februar 2019) – Die Thematisierung psychischer Erkrankungen wird im Jugendbuch von Jahr zu Jahr präsenter. Der Versuch einer realitätsnahen Darstellung vor allem für junge Erwachsene ist ein ganz schön große kleine Sache, die Literatur leisten kann, wie ich finde.

Die tausend Teile meines Herzens, der neue Roman von Bestseller-Autorin Colleen Hoover, handelt neben dunklen Familiengeheimnissen, versteckten Gefühlen, den typischen und untypischen Problemen einer Heranwachsenden eben auch von den Auswirkungen der ersten großen (unerreichbaren) Liebe. Was folgt ist nicht nur Liebeskummer, sondern Gefühle, die die 17-jährige Protagonistin Merit in eine tiefe persönliche Krise stürzen, mit der wohl niemand so wirklich gerechnet hat.

Psychische Erkrankungen sind definitiv Thema in diesem neuen CoHo – und das sogar auf mehreren Ebenen – auch wenn das auf den ersten Blick vielleicht nicht ganz deutlich ist. Spätestens beim zweiten Hinsehen entblättert sich die vollkommene Tragik, aber weil ich euch die Freude beim Lesen von Die tausend Teile meines Herzens nicht mit einigen großen Spoilern nehmen möchte, werde ich auf diesen Handlungsverlauf nicht genauer eingehen. Nur so viel: Merits emotionale Lage gleicht einer gefährlichen Abwärtsspirale und irgendwann kommt der Moment, an dem alles aus ihr herausbricht.

Natürlich hat der Umgang mit psychischen Erkrankungen sich in unserer Gesellschaft bis zu einem gewissen Grad gewandelt, ein Tabuthema ist es trotzdem oftmals noch. In vielen Fällen wird die Thematik gerne ausgeklammert, weil dieses unter den Teppich kehren dann doch einfacher ist, als eine Krankheit zu anzuerkennen (die eigene oder die eines anderen) und Hilfe anzunehmen. An diesem Punkt muss definitiv eine Veränderung in unserem Denken stattfinden: Psychische Erkrankungen ebenso akzeptieren wie einen gebrochenen Arm!

In meinen Augen ist es eine wahnsinnige Bereicherung unserer Literatur, dass solche Themen ihren Weg bis in Romane für junge Erwachsene finden. Genau diesen jungen Menschen kann somit auf wenigen Seiten etwas mit auf den Weg gegeben werden. Vielleicht ein bisschen Verständnis und Toleranz für Betroffene. Vielleicht ein bisschen Erleichterung, dass es anderen ähnlich ergeht. Vielleicht der Wille, sich seinen Dämonen zu stellen oder der Wunsch, anderen zu helfen. Es ist nur ein winziger Beitrag, den Literatur hier leisten kann. Aber es ist einer!

Tourplan

05.11. – Bibliophilie Hermine
06.11. – Lovin Books
07.11. – C’est l’amour
08.11. – Bookalicious
09.11. – Nessis Bücher
10.11. – Ina’s Little Bakery

Gewinnspiel

Zu gewinnen gibt es 3x je ein Printexemplar von Colleen Hoovers Die tausend Teile meines Herzens. Jeden Tag kann auf den teilnehmenden Blogs ein Los gesammelt werden, indem ihr die Gewinnspielfrage bis zum 11.11.2018 23:59 Uhr beantwortet.

Heutige Frage

Welche Romane, die psychische Erkrankungen thematisieren, kennt ihr oder wollt ihr unbedingt noch lesen?

Teilnahembedingungen

– Du bist 18 Jahre alt oder hast die Teilnahmeerlaubnis deiner Erziehungs-/ Sorgeberechtigten.
– Du erklärst dich damit einverstanden, dass dein Name im Gewinnfall öffentlich auf unseren Blogs/ Social-Media-Kanälen genannt wird und wir deine Adresse zum Zweck des Gewinnversands an den dtv Verlag übermitteln dürfen.
– Die Gewinner werden am 12. November 2018 bekannt gegeben und melden sich bitte innerhalb von 24 Stunden mit ihrer Postadresse unter inaslittlebakery@yahoo.de.
– Teilnehmen kann jeder mit einem Wohnsitz in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
– Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich, eine Haftung für den Postverstand wird nicht übernommen und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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17 Comments

  1. Hallo Sophie,
    ich stimme dir zu – es ist definitiv wichtig, dass Literatur solche Themen aufgreift, und auch beeindruckend, wie eindrucksvoll das oft gelingt.
    Als erstes Buch kommt mir “Killing Butterflies” von M. Anjelais in den Sinn, wo es um Soziopathie geht. Was natürlich ein sehr krasses und spezielles Thema ist, aber die Umsetzung war sehr gut.
    Außerdem erinnere ich mich noch gut an “Von der Wahrscheinlichkeit, zwei Leben zu retten” von Anne Lück, in der die Protagonistin Kira mit Depressionen zu kämpfen hat und ihren Selbstmord plant.
    Was ich noch lesen will, ist natürlich definitiv “Die tausend Teile meines Herzens” 😀
    Liebe Grüße!

  2. Daniela Schiebeck

    In der Thematik habe ich noch gar nichts gelesen.

    Liebe Grüße,
    Daniela

  3. Mir fällt jetzt gerade kein Buch ein, vielleicht hab ich schon ein derartiges Buch gelesen, und wenn nicht hätte ich auch absolut nichts dagegen so etwas zu lesen. Und ich finde es auch sehr gut das dieses Thema in immer mehr Büchern eine Rolle spielt. Ich hatte in den letzten 4 Jahren oder so selber mit einer sogenannten psychischen Erkrankung zu kämpfen, bei mir wars jetzt vielleicht nichts allzu schlimmes aber ich finde auf jedenfall auch das man dieses Thema nicht unter den Teppich kehren darf.

  4. Cindy @pandabooklove

    Hi,
    Ich habe John Greens “Turtles all the Way Down” gelesen und fnd die Darstellung absolut überzeugend. “Extrem laut & unglaublich nah’ behandelt eine Posttraumatische Belastungsstörung. Der Roman geht mir jedes Mal unter die Haut.
    Ich bin echt unglaublich gespannt: wie CoHo psychische Krankheiten darstellt. Ihre Geschichten gehn ja immer sehr nah.
    Danke für den tollen Beitrag <3
    Liebe Grüße
    Cindy

  5. Ich habe noch keineBücher gelesen, die diese Thematik so stark behandeln. Deswegen kann ich da jetzt gar keine konkreten Buchtitel nennen.

    LG Steffi

  6. Puhhh – spontan würde mir “Die Stille unter Wasser” einfallen? Die Protagonistin ist schwer traumatisiert, spricht nicht und verlässt das Haus nicht.

    “Weil Wolken weich wie Watte sind” ist ein neues Buch von Katharina Grtoh, das in Kürze erscheint und das mich sehr neugierig macht.

    Danke für den schönen Beitrag

  7. Huhu 🙂

    So viel habe ich noch nicht über psychische Erkrankungen gelesen, aber ich finde es auch gut, dass es immer mehr Bücher gibt, die solche Krankheiten thematisieren. Zuletzt habe ich “Spinster Girls – Was ist schon normal” von Holly Bourne gelesen, wo die Protagonistin unter Zwangs- und Angsttörungen leidet. Das Thema ist mir auch schon mal in “Wenn du dich traust” von Kira Gembli begegnet und finde ich richtig “spannend”, wenn man das denn so sagen darf. Vielleicht auch, weil man eben nicht so viel darüber liest.

    Liebe Grüße
    Chianti

  8. Hallo Sophie,
    ich finde es gut, dass solche Themen in Büchern angesprochen werden bzw. in einer Geschichte verpackt werden. Für Betroffene, aber auch für Nicht-Betroffene können solche Bücher interessant sein und evtl. etwas bewirken.
    In dieser Hinsicht fallen mir die Bücher “Veronika beschließt zu sterben” von Paulo Coelho und “Mängelexemplar” von Sarah Kuttner ein, die ich bereits gelesen habe, aber was auch schon wieder länger her ist.
    Ich möchte gerne das im Frühjahr erscheinende Buch “Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen” von Ava Reed lesen, aber auch gerne noch andere Bücher, die solche Themen aufgreifen.

    Liebe Grüße,
    Claudi (Apathy)

  9. Julia (Blütenstille)

    Toller Artikel, Sophie, und tausend Dank, dass du dieses Thema aufgreifst! Kein Roman, aber das wundervollste und wichtigste Buch zu psychischen Erkrankungen für mich: “Reasons to stay alive” von Matt Haig.

  10. Hallo,
    mir fällt da “Schlaft gut ihr fiesen Gedanken” von John Green ein, das ich letztes Jahr gelesen habe.

    lg, Jutta

  11. Huhu 🙂

    Ganz toller Beitrag!

    Ich kenne ein paar Bücher mit diesem Thema. Meist sind es Bücher im New-Adult oder Jugendbuch Genre.
    Hier meine Lieblingsbücher mit diesem Thema:
    Berühre mich. Nicht.
    Schau mir in die Augen, Audrey
    Nachblumen (Carina Bartsch) – mein Highlight

    All die Bücher haben mir sehr gut gefallen und ich fand jedes einzelne emotional. Nachtblumen ist mein kleiner Favorit in dieser Runde. Ich habe mit den Protagonisten sehr mit gelitten und mitgefiebert.

    Liebe Grüße
    Zeki

  12. Huhu,

    ein sehr interessanter Beitrag der auch noch sehr ernst ist. Mir hat er gefallen und ich habe ihn gerne gelesen.

    Zu deiner Tagesfrage kann ich so spontan kein Buch nennen, da ich noch keins gelesen habe und keins auf der Wuli habe. 😡

    Benny

  13. Vielen Dank für deinen tollen Beitrag.
    Es gibt viele Bücher zu diesem Thema und ich finde das auch sehr wichtig. Leider hab ich nicht immer die Muse, mich diesem teils doch sehr schweren und belastenden Thema zu stellen.
    Mir gefiel “Ich, Eleanor Oliphant” von Gail Honeyman sehr gut und auch “Verdammt perfekt und furchtbar glücklich” von Anneliese Mackintosh.
    Allerdings gab es auch schon vereinzelt Bücher, die ich abgebrochen habe, weil sie mir in dem Moment einfach zu viel waren.
    Liebe Grüße
    Martina Suhr

  14. Zeilenspringerin

    Hallo Sophie!

    Ich kenne bisher leider noch nicht viele Bücher mit dieser Thematik, würde aber super gerne mehr kennen lernen. Ich habe vor ein paar Monaten Spinster Girls gelesen, in dem es um Angstzustände und Zwangshandlungen geht. Und in Berühre mich. Nicht. von Laura Kneidl hat die Protagonistin Sage ja auch mit Angstzuständen zu kämpfen.
    Ich finde es toll, dass es immer mehr Bücher gibt, die sich aus der Komfort-Zone herauswagen und auch ernstere Themen behandeln.

    Liebe Grüße
    Jessy

  15. Vielleicht kein Roman im klassischen Sinn, aber mir fällt da spontan “Die Welt im Rücken” von Thomas Melle ein, das das Leben mit einer bipolaren Störung beschreibt und wie man damit umgeht. Eine Rezension, die ich über das Buch gelesen habe, hat sich vor Begeisterung geradezu überschlagen, da das Buch einen unheimlich guten Einblick in die Welt eines Manisch-Depressiven geben soll, was man als Außenstehender ja immer nicht so gut versteht bzw. nachempfinden kann. Gelesen habe ich das Buch leider noch nicht, würde es aber gerne bald nachholen.

  16. Hallo Sophie,
    Ich finde solche Themen in Büchern unglaublich wichtig.
    Sehr gerne lesen möchte ich dazu noch “Kompass ohne Norden” von Neal Shusterman und das im Frühjahr neu erscheinende Buch von Ava “Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen”

    Liebe Grüße

  17. “Isabellas Plan vom Glück” von Laure Coleman fällt mir da spontan ein. Habe ich letztes Jahr aufgrund einer Empfehlung gelesen und hatte viel Freude an dem Buch (nicht zuletzt, da ich großer New York-Fan bin, wo das Buch spielt).

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